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Einfuhrzölle und ihre Konsequenzen – Wirtschaftsgeographiekurs des Berufskollegs St. Michael im Gespräch mit Haver & Boecker in Oelde

Haver und Boecker1Die vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump zuerst angekündigte und nunmehr auch umgesetzte Einführung von Einfuhrzöllen und der daraus resultierende mögliche Handelskrieg bestimmen zurzeit die aktuelle Berichterstattung der Medien. Vor diesem Hintergrund gewann ein unlängst geführtes Gespräch zwischen den Schülern vom Wirtschaftsgeographiekurs des Wirtschaftsgymnasiums des Berufskolleg St. Michael in Ahlen und Vertretern des Oelder Unternehmens Haver & Boecker an hoher Aktualität.

Diese hatten sich im Unterricht unter Leitung ihres Lehrers, Johannes Gröger, umfangreich über die Meso- und Mikrostandortanalyse von Unternehmen beschäftigt, die über internationale Standorte der Produktion und des Vertriebs verfügen. Die dabei gewonnenen theoretischen Erkenntnisse galt es nun im Gespräch mit einem Unternehmen auf den Prüfstand zu stellen. Alfons Tentrup, Leiter der Technischen Ausbildung von Haver & Boecker, hob als Vertreter des Unternehmens in seinen Ausführungen die primäre Bedeutung des Aufspürens neuer Absatzmärkte hervor. Die erfolgreiche Tätigkeit des Unternehmens belege, wonach wichtige und zukunftsweisende strategische Entscheidungen in der Vergangenheit richtig getroffen wurden, wodurch Haver & Boecker heute nicht nur in Europa, sondern u.a. auch in Afrika, USA, Südamerika und Australien vertreten sei, betonte Tentrup.

Am Beispiel von Brasilien konnte dabei exemplarisch aufgezeigt werden, welche direkten Auswirkungen der Protektionismus mit sich bringe und in welcher Weise ein Land dadurch in der Lage sei, den Arbeitsmarkt direkt zu steuern. So habe der für Brasilien geltende Einfuhrzoll von 40 % dazu geführt, das Haver & Boecker mit seiner Produktion direkt in das Land gegangen sei. Auf diese Weise profitierte Brasilien zunächst durch den Gewinn neuer Arbeitsplätze. Gleichzeitig zeige sich, dass für den Sondermaschinenbau vor Ort hochwertiges Personal notwendig sei. Durch die spezielle Schulung der Mitarbeiter profitiere das Land somit zusätzlich von der Schulung der Mitarbeiter. Gleichwohl gelte es bei der Erschließung neuer Absatzmärkte im Ausland immer auch darauf zu achten, dass damit nicht ein Verlust an Arbeitsplätzen im Inland einhergehe. Wie Tentrup hervorhob, sehe er darin die größte Gefahr, die von den Einfuhrzöllen ausgehe.

Die Schüler zeigten sich sehr beeindruckt davon, in welcher Weise Unternehmen wie Haver & Boecker durch ihre Tätigkeit einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklungshilfe in den jeweiligen Ländern leisten. Im fachübergreifenden Wirtschaftsethikunterricht des Berufskollegs könnte dies noch einmal vertiefend aufgearbeitet werden, betonte Gröger.

In seinem abschließenden Statement ermutigte Tentrup die Schüler ausdrücklich, die vielfältigen Chancen ihres Lebens zu nutzen. Gerade in der heutigen Zeit halte der Ausbildungsmarkt beinahe unzählige Ausbildungsmöglichkeiten bereit, die man je nach persönlichen Stärken ergreifen müsse. Tentrup lud interessierte Schüler und Lehrer zudem dazu ein, über ein Praktikum ihr Wissen über Haver & Boecker zu vertiefen.

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