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Besondere Gedenktage in Rom – Schulgemeinschaft beendet Romwallfahrt

Romwallfahrt2Waren die ersten Tage der Romwallfahrt vom Berufskolleg St. Michael aus Ahlen vom Besichtigungsprogramm und von der Generalaudienz auf dem Petersplatz geprägt, so standen die folgenden Tage unter dem Vorzeichen der Gedenktage Allerheiligen und Allerseelen.

Es fügte sich im Programm in besonderer Weise, dass man am Tag Allerheiligen, wo man der Verstorbenen gedenkt, gleich zwei Orte besichtigte, die diese Perspektive aufgriffen.

Mit der Besichtigung vom Kolosseum rückte dabei jener Ort ins Bewusstsein, an dem wie an keinem anderen Ort der Welt, so viele Menschen zu Tode kamen. Geschätzte 400.000 Menschen ließen dort durch blutige Kämpfe ihr Leben, weshalb das Kolosseum heute als Mahnmal für die Ächtung der Todesstrafe dient.

Romfahrt3In der Damitilla Katakombe begrüßte Pater Manfred, Steyler Missionar, die Schüler. Hier hatten die Christen ihre Verstorbenen in den unterirdischen Gängen, deren Gesamtlänge 17 km auf 5 verschiedenen Ebenen beträgt, bestattet. „Wagen sie mit dem Blick in die Gräber einen Blick in die Zukunft“, ermutigte Pater Manfred schmunzelnd die Jugendlichen. Denn das, was am Ende des Lebens eines Menschen zurück bleibe sei Staub! Zugleich verwies er auf die zahlreichen Malereien in der Katakombe. Sie seien Ausdruck der Freude am Glauben und der Freude auf ein Wiedersehen.Romwallfahrt1
Diese österliche Perspektive griffen die Schüler auf, als sie am folgenden Tag Allerseelen einen Gottesdienst im Petersdom feierten, den sie selber vorbereitet hatten. Dr. Ludger Kaulig ging in seiner Predigt von der beeindruckenden Baukunst des Petersdoms aus, die für die Lebensfreude stehe. Diese Lebensfreude stehe im Kontrast zur Erfahrung der Endlichkeit durch den Tod. Als Christen hätten wir aber allen Grund zur Annahme, dass mit dem Tod nicht alles ende. Der Tod sei eine Ruhepause (ein Schlafgemach) an der Schwelle zur himmlischen Wohnung. Diese Perspektive durchwirke den ganzen Bau des Petersdomes. Angefangen von den Papstgräbern im Keller und dem Petrusgrab unter dem Altar und strahle bis oben in die Kuppel. Und dieser Perspektive schließe er sich gerne an: Wer mag, könne sich gerne mit diesem Leben zufriedengeben; er aber möchte ewig leben – jetzt schon unter dem offenen Himmel Gottes. Und vom „Wie“ der Ewigkeit lasse er sich dann gerne überraschen. Hauptsache, wir sind da zuhause, betonte Dr. Kaulig.

In dieser Zuversicht entzündeten die Schüler eine dazu eigens gestaltete Gedenkkerze für die Verstorbenen der Schulgemeinschaft, den Verstorbenen Schwestern vom Orden Unserer Lieben Frau und für den unlängst verstorbenen emeritierten Weihbischof Friedrich Ostermann.

Nach einem herzlichen Begegnungsabend mit 11 Schwestern aus dem Generalat vom Orden Unsere Lieben Frau, der das Berufskolleg vor 115 Jahren in Ahlen gründete, endete die Romwallfahrt mit einer Abschlussfete auf dem Campingplatz.

Mit vielen Eindrücken „im Gepäck“ und ein wenig übernächtigt ging es am nächsten Morgen zurück nach Ahlen, wo man nach einer 22 stündigen Fahrt glücklich eintraf.