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Aktionstag zum Thema "Barrierefreiheit" in Ahlen

BerufsfachschuleAuf Initiative der Aktion Mensch organisierte die Berufsfachschulklasse des Berufskollegs St. Michael zusammen mit dem Kinderschutzbund Ahlen in der Ahlener Innenstadt einen Aktionstag zum Thema „Barrierefreiheit“. Bei gutem, aber doch recht windigem Wetter konnten sich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ahlen an dem Informationsstand, den die Schülerinnen und Schüler gestaltet hatten, informieren. Dazu gab es die Möglichkeit, mit Hilfe eines Fragebogens zu bewerten, für wie barrierefrei die Ahlener ihre Stadt halten. Wer nur wenig Zeit hatte, konnte auf einem Banner, auf dem eine Skala abgedruckt war, einen Klebepunkt anbringen, um so die eigenen Meinung zu zeigen. Aber auch in den Gesprächen mit den Schülerinnen und Schülern wurde deutlich, dass doch mehr Menschen von diesem Thema direkt oder indirekt betroffen sind, als auf den ersten Blick angenommen.

So ergab die Umfrage, an der 38 Bürger teilnahmen, dass im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs schon viele Niederflurbusse vorhanden, aber noch wenige Hilfestellungen für Blinde oder Gehbehinderte Menschen im Bereich des Bahnhofs vorhanden sind. Bei den Freizeitmöglichkeiten sieht das Bild schon anders aus. 27 Befragte kennen Gaststätten oder Restaurants, die barrierefrei sind und auch das Kino verfügt über einen Aufzug. Eine größere Unsicherheit besteht bei den Fragen, ob Sportvereine besondere Angebote für Menschen mit Behinderung haben und ob es in Weiterbildungseinrichtungen, wie der VHS, besondere Hilfestellungen gibt. 15 Personen gaben an, dass sie von Sportvereinen wissen, die über ein solches Angebot verfügen, aber eine ebenso große Anzahl wusste dies nicht. Dass die VHS besondere Hilfen zur Verfügung stellt, konnte von 20 Befragten positiv beantwortet werden. Eine doch recht positive Bewertung konnte die Verwaltung verbuchen. So konnten gut 2/3 der Befragten angeben, dass das Rathaus auch mit einem Rollstuhl zugänglich ist und sie über einen Behindertenbeirat bzw. ein stadtnahes Netzwerk für die Interessen von Menschen mit Behinderung Kenntnis haben. 24 Befragte konnten zudem angeben, dass sie Arztpraxen mit barrierefreien Zugängen kennen. Bei der Frage, ob auch Lebensmittelgeschäfte auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern Rücksicht nehmen, gaben elf Personen an, dass dies nicht der Fall sei. Dieses Ergebnis deckt sich auch mit einem Praxistest, den die Schülerinnen und Schüler durchgeführt haben. Eine Schülerin aus der Klasse, die selbst im Rollstuhl sitzt, musste dabei feststellen, dass in vielen Geschäften die Gänge verstellt oder Produkte in unerreichbarer Höhe sind. War dies ein Nachteil, so sei jedoch auch positiv zu vermerken, dass sich aber auch immer Menschen fanden, die ihr Hilfe anboten, wenn es nötig war.Stellwand

Abschließend ist zu sagen, dass von Seiten der Schülerinnen und Schüler der Tag als voller Erfolg wahrgenommen wurde, was zum einen an der offenen Art der Bürger aber auch an deren breitem Interesse lag. Zu hoffen bleibt nun, dass neue Impulse und Anstöße für mehr Initiative auf den Weg für eine barrierefreie Stadt gesetzt werden konnten.

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